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Berliner Malerpoeten - Pulsierendes Leben - Pulsierender Tod



 Poster Ausstellung Berliner Malerpoeten Wiesbaden Juni 2016

Ausstellungsposter


Eröffnung: 18.6.2016, 12 Uhr, Rathaus Wiesbaden, Schlossplatz 6

Grußwort: Sven Gerich, Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden
























Ausstellung im Rathaus Wiesbaden 18.6. - 1.07.2016

Wanderausstellung, kuratiert von Aldona Gustas und John Colton (Browse Gallery)

Zwei Jahre nach der großen Ausstellung "Berliner Malerpoeten - pulsierendes Leben, - Pulsierender Tod" in der Browse Gallery Berlin, werden nun ca 70 Arbeiten der 14-köpfigen Künstlergruppierung im Rathaus Wiesbaden, im Rahmen des Städtepartnerschaftsprogramms der Städte Wiesbaden und Friedrichshain-Kreuzberg gezeigt.

Auch früher gingen die Berliner Malerpoeten bereits mit Ausstellungen auf Reisen. Die Gründerin und einzige Frau der Künstlergruppe, die Dichterin Aldona Gustas, organisierte ab 1972 über 20 jahre lange diverse Buchveröffentlichungen und Ausstellungen für die Gruppe. Erfolgreich machte sie diese in diversen Ländern Westeuropas und Südamerikas bekannt.

In West-Berlin gab es andere Reaktionen. Malerei und Literatur zu verbinden schien dem etablierten West-Berliner Kunstbetrieb und streng disziplinär orientierten Akademien Anfang der 70erJahre vermessen. Hier bot man den Doppelbegabten keine große Bühne an.
Dabei sind die Berliner Malerpoeten einzigartig für Berlin und auch international - in ihrer Verbindung von Literatur und Malerei, aber auch in ihrer Mischung von berühmten und weniger bekannten Künstlern.
Entscheidend für die weiterhin zu wenig anerkannte Bedeutung als Erbe der Kultur West-Berlins ist das, was die Malerpoeten in all ihrer Verschiedenheit eint: Entstehung und Ausdruck der Gruppe verdanken sich dem damaligen „Inseldasein West-Berlins“ (Aldona Gustas) und einer demokratischen (Underground-)Kultur der Vielfalt und Toleranz. Diese ließ die Stadt zum Fluchtpunkt für all jene werden, die, wie die Malerpoeten als Generation Kriegs- und Diktaturerfahrung (vor, und im Fall von Pastior und Loewe, auch nach 1945) teilten und in West-Berlin einen besonderen Freiraum für individuellen künstlerischen Ausdruck, literarische Inspiration und gemeinschaftlich frohsinnige Performance fanden. Die Berliner Malerpoeten ließen sich in ihrem Schaffen, in ihrer Wahl, Kombination und Wechsel von literarischen und künstlerischen Ausdrucksformen, je nachdem, wie es ihnen gerade passte, nicht einschränken. Sie beharrten auf ihrer Unabhängigkeit bei der konsequenten und kontinuierlichen Ausübung ihrer Doppelbegabung - abseits des Mainstreams und bis heute weigehend unbemerkt von der Öffentlichkeit.

Während von Friedrich-Schröder-Sonnenstern, Kurt Mühlenhaupt, Artur Märchen, Karl Oppermann und Hans-Joachim Zeidler eher das bildnerische Werk bekannt ist, haben sich die übrigen Malerpoeten vorwiegend mit literarischen Werken ins Bewusstsein der Öffentlichkeit geschrieben. Dass sie über Jahrzehnte immer auch leidenschaftlich malten und zeichneten, ist bis heute außerhalb von Fachkreisen kaum bekannt.

Hier will die aktuelle Ausstellung im Rathaus Wiesbaden den Blick öffnen, fokussiert auf die Bildermächtigkeit der „wilden Vierzehn“. Zu sehen sind neben farbenfrohen Ölbildern des „Malers der Liebe“, Kurz Mühlenhaupt, episch großformatigen Aquarellen Karl Oppermanns und meisterlichen Buntstift-Gemälden von Friedrich-Schröder-Sonnenstern vor allem grafische Arbeiten der „Dichter-Künstler“: z.B. Kaltnadelradierungen aus dem umfangreichen zeichnerischen Werk des Literatur-Nobelpreisträgers Günter Grass, Holzschnitte der Kreuzberger Dichter und Gründers der zinke (Berlins erste Künstlergalerie der Nachkriegszeit), Günter Bruno Fuchs und Robert Wolfgang Schnell, fein ziselierte Miniaturen aus Bildformen und Textversatzstücken des genialen, rumänischen Wortakrobaten Oskar Pastior, traumartig surrealistisch anmutende Zeichnungen von Christoph Meckel, tanzende druckgrafische Abstraktionen des Literaten Joachim Uhlmann, oder mit wenigen geschwungenen Linien entworfene erotische Fantasien der Lyrikerin Aldona Gustas.
Ausschnitte des literarischen Werks der Malerpoeten, das wohl zusammen auf über 1000 Veröffentlichungen kommt, finden sich in 6 Glasvitrinen, zusammen mit zeitdokumentarischen Materialien.

Dank, Kooperation und Partnerschaft
Die Browse Gallery bedankt sich bei Aldona Gustas und allen anderen Künstlern, Erben und anderen Leihgeberinnen und Leihgebern für die großzügige Bereitstellung von Werken für die Ausstellung. Herzlich möchten wir auch der Stadt Wiesbaden, dem Partnerschaftsverein Wiesbaden - Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg e.V. und besonders Elke Wansner danken, dass wir mit der Ausstellung in Wiesbaden zu Gast sein dürfen und Teil des Programms „2016 Jahr der Städtepartnerschaften“ sind. Wir freuen uns, mit dieser Ausstellung Berliner und Kreuzberger Kunst- und Kultur in Wiesbaden zu repräsentieren und die Bande der Städtepartnerschaft zwischen Wiesbaden und Friedrichhain-Kreuzberg zu stärken.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Browse Gallery Berlin mit dem Städtepartnerschaftsverein Friedrichshain-Kreuzberg e. V., dem Partnerschaftsverein Wiesbaden - Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg e.V. und der Stadt Wiesbaden, mit freundlicher Unterstützung der Naspa Stiftung "Initiative und Leistung". Die Kulturveranstaltung ist Teil des Programms „2016 Jahrs der Städtepartnerschaften“ der Stadt Wiesbaden.
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Interesse haben, die Wanderausstellung der Berliner Malerpoeten in Ihrer Stadt zu zeigen.

Browse Gallery Kontakt: info@browse.gallery, Tel. 015233609236

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